Meine
Malerei ist im Inhalt vom Informel bestimmt, d. h.
die Farbe entfaltet sich frei auf der Leinwand und wirkt durch ihre gelenkte
Eigendynamik. Die Bilder entwickeln sich im Laufe ihres Entstehungsprozesses –
ich reagiere auf das Entstandene und erarbeite in progressivem Vorgehen mein
Bild. Dabei werden Zufälle akzeptiert oder eliminiert bis für mich nach
intensiver Überlegung, Überarbeitungen und selbstkritischen Fragen ein
eigenständiges Werk entsteht. So werden manche Flächen durch Farbe verstärkt –
die Farbe vibriert oder wird total zurückgenommen.
Meine
Arbeiten in Glas sind auf meine Leidenschaft für dieses Material zurückzuführen.
Die Werke sind von der Malerei beeinflusst. Sowohl im Flachglas als auch im Ofenglas
entwickle ich eine eigene Formensprache. Dabei gehört experimentieren zu meiner
Arbeitsweise. Vordergründige Schönheit ist jedoch nicht das entscheidende Kriterium.
Farbiges Glas bleibt wichtig – aber ich sehe Glas auch als skulpturelles
Material. Glas wird zur Skulptur.
Mein
eigener Anspruch an die Glasobjekte ist groß. Glas ist für mich mystisch und
lebt vom Licht. Es wirft Zweifel auf die Erfahrung unserer Sinne. Glas ist
gleichzeitig real und nicht real. Das macht es spannend, das fordert heraus,
das zwingt zur Auseinandersetzung. Meine Orientierung geht zur freien Skulptur
– unbeeinflusst von der Glaswelt und doch angelehnt an ihre Tradition. Aber
immer bleibt der Grundsatz: Ein Werk ist dann fertig, wenn aus meiner Sicht
nichts mehr hinzugefügt werden darf.